Reyhaneh Jabbari muss am Leben bleiben 5 Oktober 2014 – International...

Reyhaneh Jabbari muss am Leben bleiben 5 Oktober 2014 – International Tag der Rettung Reyhaneh Jabbaris

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    Reyhaneh Jabbari muss am Leben bleiben

    5 Oktober 2014 – International Tag der Rettung Reyhaneh Jabbaris

    In Folge vom 48-stündigen internationalen Protest gegen die geplante Hinrichtung der 26 jährigen Reyhaneh Jabbari hat das zuständige Ministerium des Iran bekanntgegeben, dass Reyhanehs Hinrichtung um 10 Tage verzögert, und auf den 7. Oktober 2014 festgesetzt wurde. Reyhaneh wird beschuldigt, einen Mann mit einem Messer tödlich verletzt zu haben, als dieser sie, im Alter von 19 Jahren, versuchte zu vergewaltigen.

    Am Dienstag, den 30. September, wurde der Fall von Reyhaneh an die Vollstreckungsbehörde überwiesen. Obwohl die Führung der Islamischen Republik Reyhaneh am Montag, den 29. September,  in ein anderes Gefängnis verlegt hatte, um die Hinrichtung durchzuführen, schlug ihr ein internationaler Proteststurm unter Federführung des „International Committee Against Execution“ (I.C.A.E) entgegen.

    Jabbari wurde in einem Schauprozess 2009 zum Tode verurteilt. In den folgenden zwei Jahren wurde Reyhaneh in Haft mehrfach misshandelt, blieb aber trotzdesen bei ihrer folgenden Aussage. Nachdem sie den Angestellten des iranischen Geheimdienstes, Morteza Abdolali Sarbandi, in einem Café getroffen hatte, gingen sie anschließend in sein Büro, um einen Geschäftsvertrag über die Gestaltung der Innenausstattung, die Reyhaneh übernehmen sollte, zu schließen. Dabei versuchte der offenbar unter Drogeneinfluss stehende Sarbandi, Reyhaneh zu vergewaltigen. Diese konnte ein Messer greifen und stach ihm in die Schulter.

    Es bleiben sehr viele unbeantwortete Fragen in diesem Fall. Warum wird das Opfer einer versuchten Vergewaltigung über zwei Jahre lang misshandelt und gefoltert? Warum wird Reyhaneh gedroht, dass ihre Familie zerstört wird, sollte sie nicht den Mord gestehen? Warum wird das Agieren eines zweiten anwesenden Mannes im Büro nicht weiter verfolgt und er außerdem weder benannt noch befragt?

    Es wird immer deutlicher, dass das islamische Regime und sein Rechtsapparat danach streben Reyhaneh hinzurichten, um das Vorgehen und die Machenschaften des iranischen Geheimdienstes und seiner Angestellten zu verschleiern.

    Reyhaneh und ihre Mutter appellieren nun an die Menschen überall auf der Welt, zu helfen und gegen die geplante Hinrichtung zu protestieren. Verschiedene internationale Organisationen, wie z.B. „Amnesty International“ verurteilen die Bestrafung und geplante Hinrichtung von Reyhaneh Jabbari ebenfalls und fordern ihre Freilassung.

    Wir haben nur wenige Tage Zeit, um Reyhaneh zu retten und die iranische Regierung dazu zu drängen, sie freizulassen!

    Bitte schließt euch uns am 5. Oktober, dem internationalen Tag zur Rettung Reyhaneh Jabbris, an!

    International Committee Against Execution (I.C.A.E)